QDecoder schalten unzuverlässig

Alle Fragen rund um den Qdecoder
Videoman
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QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Videoman » 27.11.2018, 12:58

Ich bin momentan dran die Signale (SBB-L) auf meiner Anlage zu installieren. Für die Ansteuerung verwenden ich ZA1-16+.
Mit QProgrammer funktioniert alles wie es sollte. Nach dem ich es an der Zentrale ECOS angeschlossen habe, kann ich durch alle Bilder durch schalten.
Beginnen die Züge nun zu fahren, schalten die Decoder nicht mehr zuverlässig. Das betrifft alle 3 Decoder, die ich vorläufig installiert habe.

Ich habe vor ein paar Jahren eine alten Z1-16 in einer anderen kleine Anlage, mit der selben Zentrale und hatte nie Probleme.

Ich habe in andere Threads gelesen, es könnte sich um Signalqaulität handeln. Die Gegenfrage zu dem wäre, wieso funktionieren alles andere Dekoder (verschiedene Fabrikanten) ohne Probleme?
Oszilloskop kann ich besorgen, wenn das hilft.

Exsachse
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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Exsachse » 27.11.2018, 13:27

Hallo,

die ECOS nutzt doch Railcom?
Aus Erfahrung (aber auch mit Z1-16, allerdings keine ECOS) weiß ist, dass die QDecoder bei anliegendem RC-Signal (Austatstlücke) nicht mehr zuverlässig arbeiten.
Also mal mit abgeschaltetem RC versuchen.

Grüße Ludwig

Videoman
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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Videoman » 27.11.2018, 14:02

Ich werde das ausprobieren.

Ich habe sonst noch eine alten Märklin Booster, an dem ich es anschliessen könnte, aber da muss ich neue Strippe ziehen, aber das reicht nicht bis zum Tag der Modelleisenbahn am Samstag (1.12).

Andh
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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Andh » 27.11.2018, 23:20

Hallo Videoman,

Ludwig hat schon das am häufigsten auftretende Problem genannt.

Eine weitere Ursache könnte noch die Signalqualität sein.
Für die Zubehördecoder sollte man das Gleissignal nicht direkt vom Fahrgleis nehmen, sondern eine separate verdrillte Doppelleitung direkt von der Zentrale ziehen.
Wenn möglich sollte diese Leitung komplett, z.B. durch einen Booster, vom Fahrgleis entkoppelt sein.
Gruss aus Dresden
Andreas Hillert

Qdecoder Support Team

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Tel: 0351/50036-95

Videoman
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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Videoman » 28.11.2018, 01:27

Also ich habe Railcom abgeschaltet. Hat aber nicht so richtig geholfen, da mfx immer noch aktiv war. Das zusätzliche Resultat war noch, dass sich dann die Lok wild wieder angemeldet haben.

Die Decoder werden über separate Leitungen angeschlossen, und nicht vom Gleis.
Bei diesen Frequenzen spielt doppelt verdrillt eh keine Rolle, das ist ja fast Gleichstrom. Ein Professor von mir (Hochfrequentexperte) meinte nur: "Alles nur 1 kHz ist Gleichstrom". Wenn die Signalqualitüt so heikel ist, kann man kein Software Patch machen, dass ganze robuster macht.
Ich musste das bei uns im Geschäft genug oft machen, weil ein Kunde irgendein nicht-standarg Schrottsignal in unser Gerät eingespeist hat, und dann geklagt, dass es nicht funktioniert.

Ich habe in der Einleitung keine Spezifikation gefunden, wie hoch die Spannung am Eingang sein soll. Dieser Booster (Märklin 6002), den habe ist älteres Datum.

Andh
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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Andh » 02.12.2018, 00:07

Hallo Videoman,

die F0-Decoder arbeiten von 9V - 24V.
Das Gleissignal ist nicht besonders hochfrequent. Die eingekoppelten Störungen können es aber sein.
Wir haben nur gute Erfahrungen mit der Verwendung von verdrillten Kabeln für das Gleissignal gemacht.
Gruss aus Dresden
Andreas Hillert

Qdecoder Support Team

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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von nakott » 04.12.2018, 12:41

Hallo,

ich möchte in diesem Zusammengang auf diesen Beitrag von mir verweisen.
viewtopic.php?p=1310#p1310

Es geht in meinem Beitrag zwar nicht um eine EcOS, aber vielleicht ist die Situation dennoch ähnlich zu meiner. Was ich hier nicht ersehen konnte, ob der Qdecoder über einen extra Trafo versorgt wird, oder ob der Qdecoder komplett aus dem Booster versorgt wird. Ich versorge den Qdecoder komplett über einen Booster und abhängig von der Ausgangsspannung des Boosters waren die Z1-16 DACH Signal unzuverlässig. Am Ende fand ich dann aber eine Lösung.

Vielleicht helfen ja meine Tests bei einer Problemlösung.

Grüße Dirk
Anlage URI im Stummi ~ H0 Regelspur und H0m Furka–Oberalp

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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Exsachse » 04.12.2018, 13:22

Hallo,

ich habe in dem verlinkten Thread noch Erfahrungen zu Tams MC (Booster Kabasoft und LDT) sowie OpenDCC GBMboost angefügt.

Grüße Ludwig

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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Videoman » 17.12.2018, 01:19

Also ich verwende ich externe 12 V Versorgung für die Decoder. Ich hatte heute endlich Zeit, die Decoder an meinem 6017 Märklin Booster anzuschliessen. Jetzt läuft es zuverlässig, da der Booster keine Lücke für Railcom oder Mfx hat, auch gibt es die Mikrokurzschlüsse nicht, wenn die Schleifer über Weichen kommen. Der Decoder der noch an der ECOS angehängt ist, stürzt bei laufendem Betrieb ab und reagiert dann nicht mehr auf Kommandos. (Wird im neuen Jahr dann umgehängt)

Da ich an einem Review-Video für die QDecoder arbeite, gibt es folgende Fragen:
  • Wieso haben QDecoder dieses Problem, und nicht die anderen Decoder, die ich einsetze?
  • Wird das Problem in zukünftigen Firmware, notfalls Hardware behoben ?
  • Wie kam so ein Problem überhaupt durch die QS ? Werden die Dinger überhaupt in echten Umgebungen getestet?
Ich bin bei so technischen Sachen sehr pinelig, und sehr kritisch.

Ich arbeite selber als FPGA Entwickler und jetzt zuständig für das Testen, und musste genug ähnliche Probleme lösen, dass die Simulation nicht mit der realen Welt zusammenhängt. Auch mussten wir einige Male unsere Firmware anpassen, weil irgend ein Kunde ein nicht konformes Signal benutzte.
Würde ich so etwas finden, gebe es mächtig stunk, wieso an diesem Problem nicht gedacht worden ist.

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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Ritzelschinder » 30.12.2018, 15:51

Hallo < hier könnte dein Name stehen>,

Es liegt mit Sicherheit nicht am Railcom, ich habe auch die Ecos mit Railcom (Railcom möchte ich nie mehr missen) und es funktioniert alles tadellos. Digitalsignal kommt über Busleitung durch meine Module direkt von der Ecos, Spannungsversorgung allerdings separat über 14V Gleichspannung (stab. Schaltnetzteil mit Überlast und Kurzschlussabschaltung). Buskabel sind nicht verdrillt (lediglich der Abzweig zu den Qdecodern), wird für Railcom auch dringend abgeraten, wichtiger ist die offenen Enden der Leitungen von den Digitalsignalen zu terminieren. Ist bei mir noch nicht nötig, hilft aber bei anderen, die genauen Werte sind irgendwo bei ESU nachzulesen. Ich müßte da selber erst noch mal nach schauen.

Gruß von Robert

Update vom 5.01.

Da wir hier seit 36 Stunden im Schnee versinken, ca. 60-80cm Neuschnee und mehrere Meter hohe Schneeverwehungen, habe ich Zeit noch was zu schreiben.

Meines Wissens wiederholt die Ecos jeden Schaltbefehl 4x um evtl. nicht verstandene Befehle doch sicher zu senden, ich meine auch, daß von FW 8.10 zu 8.11 die Signalerkennung verbessert wurde. Es gibt Decoder, welche nur an der steigenden Flanke des Digitalsignals das Signal lesen und solche die an der steigenden und fallenden Flanke lesen, was natürlich eine höhere Lesesicherheit darstellt. Wie Qdecoder verfahren weiß ich nicht. In der Railcom Community ist auch angedacht, per Railcom einen ACK-vom Decoder zu senden, damit die Zentrale den Befehl (nur) so oft wiederholt bis verstanden. Inwieweit sich dies weiter entwickelt weiß ich nicht, wäre aber ein feature, welches auch bei Qdecoder implementiert werden sollte (Sitzen auch in der railcom-Community!)

Weiterhin gibt es ein Problem in Zusammenhang mit ESU-Loksound V4.0-decodern, diese Rückwirken auf das Digitalsignal in der Art, daß starke Spikes im Takt der 40khz Motorregelung mit eine Länge von 1-2 µs dort zu sehen sind. (bis zu 10Volt). Abhilfe schafft hier nur ein Puffern der internen Decoderspannung.

Siehe https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... f1202b48d0

Ich habe prophylaktisch den Entstörkondensator bei meinen (Piko)loks ausgelötet, meine anderen Loks haben alle schon einen SB-Glockenanker Motor drinnen, deren Entstörung kann locker jeder Lok-Decoder, resp. Schutzbeschaltung der Mosfet Endstufe). (Es wird von Esu und Zimo sogar empfohlen die Entstörkondensatoren bei Problemen generell auszulöten).

Grüße aus einem zugeschneiten Waakirchen von Robert
Zuletzt geändert von Ritzelschinder am 05.01.2019, 16:49, insgesamt 1-mal geändert.
- wer Schreibfehler findet, darf sie behalten -
- Pickelbahner mit Ecos II, nur DCC mit Railcom plus, MFX-Verweigerer

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