QDecoder schalten unzuverlässig

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Exsachse
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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Exsachse » 30.12.2018, 16:07

Hallo Robert,

welche ODecoder mit welcher FW verwendest Du denn?

Ich habe getestet mit Z1-16 und FW 8.10.
Bei mir war die Abhängigkeit eindeutig, mit aktiven Cutout schalteten die Decoder sehr unzuverlässig, ohne den Cutout absolut sicher.
Ich habe keine ECOS, sondern openDCC GBM.

Grüße Ludwig

Ritzelschinder
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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Ritzelschinder » 03.01.2019, 18:45

Hallo Ludwig,

Ich habe mehrere Z1-16 (Euro), FW 8.11 (die aktuellste) und mehrere ZA1-16, FW 9.19

Wichtig ist m.E. eine gute Signalqualität, sprich gutes Timing im Digitalsignal, es gibt da wohl Hersteller, die die Bauteiletoleranzen voll ausnutzen und somit ein vom Timing grenzwertiges Signal erzeugen. Überschwinger, Flankensteilheit, Kabelverlegung usw. sind häufig auch nicht optimal, irgendwann "klappert's" dann.

Bezüglich Signalqualität deiner Komponenten kann ich nichts sagen, bei der Ecos ist die ziemlich gut, im Vergleich zu einer Uhlenbrock IB sogar extrem gut. Der RC-Cutout ist normgemäß etwa 420µs lang, also knapp eine halbe Millisekunde, das sollte die Decoder puffern können. Die kleinen F0-4 haben mangels Pufferkondensator da bekannterweise große Probleme. Mit Railcom definitiv unbrauchbar.

Wie gesagt, bei mir läuft's, Kabellängen von Zentrale bis Decoder bis zu 15m! (nicht hin und zurück, sondern einfach) und da Segmentanlage, sogar über mehrere Steckverbindungen (Harting), Leitungsquerschnitt 1,5mm², nur die letzten 50cm 0,14mm² .

Auch habe ich beim Programmieren mittels Programmer mit (verdrilltem) 2,5m langen Programmierkabel (0,14mm²)keinerlei Probleme.

Grüße aus einem kalten und weißen Waakirchen von Robert
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Ritzelschinder
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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Ritzelschinder » 15.02.2019, 13:23

Hallo namenloser "Videoman" und Ludwig,

eure Problematik hat mir mal keine Ruhe gelassen. Also die Datenzuleitung der Qdecoder an die Zuleitung vom Gleis angeschlossen. Ohne Fahrbetrieb (lok's angeschaltet, aber stehen) und mit Railcom alles ok, dann eine fahrende Soundlok (Loksound 4 mit Glockenankermotor und Powerpack) in die Nähe dieses Anschlusses gebracht, qdecoder schalten nicht nur unzuverlässig sondern gar nicht mehr. Aufgefallen ist jetzt speziell der ZA1-16 (FW 9.19).

Z1-16 signal (FW 8.11) muß ich noch testen, sind aber bisher unauffällig.

Vermutung: schon geringe (zulässige) Rückwirkungen auf das Gleissignal bringen die Qdecoder aus dem Tritt. Meine Switchpilot (ESU) haben keine solche Ausfälle.

Der Ratschlag, ohne Railcom zu fahren ist so, wie einen Kinofilm ohne Ton anzuschauen. Also liebes Qdecoder-team, da ist noch deutlich Luft nach oben.

Abhilfe schafft momentan nur, die Datenleitung zu den Qdecodern direkt und separat zur Zentrale zu legen, oder einen extra Booster (kann ein kleiner, auch nicht railcom-fähiger sein) dafür zu nehmen. Das widerspricht aber irgendwie dem Sinn einer Digitalisierung, die die Verdrahtung vereinfachen soll.

Grüße von Robert
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Exsachse
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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Exsachse » 15.02.2019, 14:29

Hallo Robert,

je nach Anlagengröße ist eine Trennung von Fahren und Schalten ja auch sinnvoll wegen der Signalisierungslast auf dem DCC-Signal.
So habe ich das auch gelöst, eine Zentrale für Fahren und eine für Schalten.
Mit den ZA... habe ich noch nichts mit RC-Cutout getestet.

Und meine Tests habe ich natürlich alle an der Anlage gemacht, wo viele Loks auf den Gleisen standen und auf RC geantwortet haben.

Ritzelschinder
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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Ritzelschinder » 15.02.2019, 21:20

Guten Abend Ludwig,

Ich habe heute Abend noch mal kurz getestet, bei mir tritt Problem bei obiger Konstellation nur mit Loksound V4 Decodern auf. Mit Lokpilot V4 keine Auffälligkeiten egal ob Roco-, Märklin HLA-, oder Glockenankermotor.

Exakt dieses Problem: https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... f1202b48d0

Schließe ich meine Datenleitung wieder direkt an der Zentrale an, so gehts auch mit Loksound V4 und RC korrekt. qed.

Möglicherweise wertet Qdecoder das Signal nur an einer, der steigenden Flanke des Digi-Signals aus.

Gruß von Robert, der am Samstag nach DD in Sachsen auf die Modellbahnausstellung fährt. :mrgreen:
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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Exsachse » 15.02.2019, 23:38

Hallo Robert,

gut, ich werde meine Tests nochmal wiederholen.
Mir kommen jetzt Bedenken, ob das damals schon FW 8.11 war.

Gruß Ludwig

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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Ritzelschinder » 11.05.2019, 20:39

Guten Abend Ludwig, Andreas und die Anderen,

Wetter wieder mal erbärmlich, daher Lötkolben angeworfen und experimentiert. Ich habe in beide Digitalsignal-Zuleitungen der gestörten/unzuverlässig schaltenden ZA-Decoder eine Induktivität mit 3,9 mH/900mA eingelötet und siehe da, Qdecoder ließen sich durch ESU-Loksound 4 nicht mehr stören :!: Da die Decoder wohl intern nicht so viel Strom brauchen, schätze mal 50mA, messen kann ich es nicht, dürfte das Gleissignal auch nicht sooo stark verzerrt werden oder die Spannung einbrechen. Offensichtlich werden die Störspikes ausreichend weggefiltert, ist nur eine Notlösung, aber funktioniert. Wenn mal viel Zeit, dann werde ich die Loksound4 mit 4,7µF keramikkondensatoren puffern, denn diese sind die Bösewichte :evil: , Powerpack von ESU ist zu träge.

Gruß Robert
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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Andh » 12.05.2019, 22:22

Danke Robert für die nützliche Info!

Bei den ZA-Decodern wurde die DCC-Auswertung umgestellt und erweitert.
Da muss ich erst einmal nachfragen, ob das mit der Auswertung von nur einem der Beiden Signale bzw. Flanken noch so ist.
Aber es kann nicht schaden mal das Gleissignal am Decoder umzupolen.
Gruss aus Dresden
Andreas Hillert

Qdecoder Support Team

www.qdecoder.de
info(at)qdecoder.com
Tel: 0351/50036-95

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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Ritzelschinder » 15.05.2019, 12:21

Hallo zusammen,

Nun muß ich zurück rudern, es funktioniert bei höherer Motorlast/Geschwindigkeit nicht mehr bei allen Loks (Hersteller - und Motorunabhängig) mit Loksound4. :cry: (ZA1 Decoder FW9.24). Jetzt wäre ein geeignetes digitales Speicher-Oszi super.

Der Vorschlag einiger Mitleser, die Weichen/signaldecoder an einen eigenen Booster zu hängen, beseitigt wohl auf teure Weise das Symptom, aber warum Boosteritis, wenn die Leistung die Zentrale völlig ausreichend ist?. Daher auch klar, warum so viele Modellbahner so viele Booster haben um die Probleme zu lindern, ohne zu wissen, woher die kommen.

Wie gesagt, Ursache sind weniger Qdecoder sondern Loksound4, der gepriesene Edelstein!!!! unter den Loksounddecodern. :twisted:

Gruß von Robert.
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Re: QDecoder schalten unzuverlässig

Beitrag von Ritzelschinder » 04.06.2019, 17:42

Hallo Zusammen,

Drohung war gemacht und die ersten 3 Loksound4-Loks intern gepuffert (10µF/25V MLCC's), Qdecoder schalten nun zuverlässig. Uhlenbrock oder Piko Smart-Decoder verursachen übrigens gleiches Problem.

Bei Plux 22 geht's ganz einfach, mit MLCC Baugröße 1206 Pin 5 zu Pin 9 brücken, MTC Decoderabhängig, bei Loksound4 MTC das 1. und 3. Lötpad für das Powerpack mit dem C brücken.

Gruß Robert
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